Zur Hölle mit Enra, Rezension/Review

Zur Hölle mit Enra

Hallo alle zusammen!

Das hier ist eine neue Ecke des Blogs und wir hoffen, es wird Euch gefallen.

Es ist mein erster Versuch eine Review zu einem Manga zu verfassen, also seid bitte nicht zu streng! Ich hoffe wirklich, dass es Euch bei der Suche nach einem passenden Manga weiterhilft!

In Zukunft werde ich immer wieder Rezensionen zu Animes und Manga schreiben. Dabei versuche ich ehrlich zu sein und meine Meinung zu sagen, ohne zu viel von der Story zu erzählen. Außerdem werde ich mich nicht nur an die Mainstream Manga und Anime halten, sondern auch gerne und vor allem eher nicht so berühmte Werke vorstellen. Oder sagen wir es so, sie sind vielleicht in Deutschland nicht so berühmt und für den normalen, durchschnittlichen Manga/Anime-Käufer nicht bekannt und das möchte ich ändern!
Gut, dass ich da doch recht viel von lese und sehe! 😀
Also fangen wir an!

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Zur Hölle mit Enra von Chie Shimada

Inhalt

Es geht um das alltägliche Leben einer Oberstufenschülerin, die frei von Sünde lebt und versucht, dass sich alle anderen Menschen auch an die Regeln halten. Doch plötzlich wird das Leben von Komachi Takamura auf den Kopf gestellt, als der Höllenfürst Emra einen Nachfolger sucht und seine Kinder in die Welt der Menschen schickt, damit diese dort eine Liste bearbeiten, auf der Menschen stehen, die bald sündigen werden.
Und die ehrenhafte Komachi, die eine blendendweiße Weste trägst, steht ebenfalls darauf!
Das Chaos ist vorprogrammiert.

Mehr Inhalt und meine Meinung! 😀

Soweit zum allgemeinen Inhalt. Ich will ja nicht zu viel verraten!
Der vierteilige Manga, von Kaze veröffentlicht, ist dieses Jahr erschienen und ich muss sagen, so im Ganzen gefällt er mir gut und bietet eine schöne Abwechslung, vor allem für Einsteiger in das Manga-Genre!
Enra und Komachi sind eindeutig die beiden Hauptcharaktere und am Anfang der Geschichte können sie sich überhaupt nicht ausstehen. Komachi sieht in jedem Menschen das Gute und kann nicht glauben, dass so viele Menschen für eine Sünde bestraft werden sollen, die sie womöglich in der Zukunft begehen werden.
Enra dagegen kann Menschen nicht leiden, findest sie abartig und widerwertig und will seine Aufgabe einfach nur schnell hinter sich bekommen, damit er der nächste Höllenfürst wird. Unterstützung bekommt er dabei von seinem treuen Helfer Fanfan, einen Höllenwächter.
Während Enra die Sünder alle schnell in die Hölle verfrachten will, hat Komachi natürlich das genaue Gegenteil vor. Sie tut alles in ihrer Macht Stehende, um die Menschen auf der Sünder-Liste zu retten.
Natürlich gibt es dabei viel Krach und Zoff zwischen Enra und Komachi. Später mischen noch Enras Geschwister mit und sorgen für viel Durcheinander. Das Chaos ist perfekt, als nach und nach die Sünder von der Liste verschwinden und niemand weiß wieso.
Neben dem Rätsel, was genau der Sinn der Aufgabe für die Anwärter auf den Titel des Höllenfürsten sind, wird viel Zeit darauf verwendet, Gut und Böse klarzustellen, moralisches Verhalten aufzuzeigen und wie man mit eigenen Problemen umgehen kann, ohne dabei gleich den Pfad der Rechtschaffenheit zu verlassen.
Das gilt nicht nur für die Menschen, sondern auch der ein oder andere Spross des Höllenfürsten muss dies lernen.
Das finde ich soweit ganz in Ordnung. Es wird grob auf verschiedene Probleme eigegangen, die vor allem für Teenager, aber auch junge Erwachsene interessant sind. Liebeskummer, Wunsch nach Anerkennung, Einsamkeit, Oberflächlichkeit, Abhängigkeit von anderen…
In dem Manga wird oft gezeigt, wie die Leute immer weiter in die falsche Richtung gehen, bis sie (nicht immer) die Kurve bekommen und ihr Leben in den Griff bekommen.
Ab und an finde ich dabei aber nicht so gut, dass die Situationen etwas oberflächlich oder zu extrem dargestellt sind. Es stört allerdings nicht sonderlich.
Natürlich darf bei so einer Geschichte mit hübschen Kerlen eine kleine Romanze nicht fehlen. Es ist nicht das Hauptthema, aber doch auch präsent, vor allem gegen Ende hin. Dabei entwickeln sich die Gefühle der einzelnen Charaktere, was ich gut finde. Sie verlieben sich nicht von jetzt auf gleich, sondern es braucht seine Zeit.
Auch die einzelnen Charaktere entwickeln sich auf ihre Weise weiter und wachsen. Natürlich kommt es manchmal etwas abrupt, aber bei nur 4 Bänden kann man da nicht allzu viel verlangen.
Jede Situation, egal wie dramatisch und schlimm, wird immer wieder durch einen ordentlichen Schwung Humor aufgepäppelt, sodass es immer noch eine leichtbekömmliche Lektüre ist, die einen nicht nur zum Nachdenken bringt, sondern auch zum Schmunzeln und die Stimmung anhebt und leichter macht.
Die Charaktere selbst sind alle auch interessant gestaltet. Nur weil alles Dämonen sind, heißt das nicht, dass Komachi schwach ist, weil sie ein Mensch ist. Im Gegenteil. Ich finde, sie ist einer der stärksten Persönlichkeiten in dieser Geschichte und das wird auch regelmäßig gezeigt, wenngleich sie auch immer wieder weint. Aber das passt in die Situation hinein und sie ist nicht immer auf die Hilfe anderer angewiesen. Stattdessen ist sie die Hilfe, die die anderen benötigen.
Eine Sache an ihr war jedoch ein wenig anstrengend. Komachi ist immer sehr, sehr naiv. Sie glaubt immer an das Gute im Menschen, egal was er bereits angestellt hat und will nicht wahrhaben, wenn etwas Schlimmes passiert. Dann ist sie sehr geschockt. Dieses Verhalten legt sie eigentlich nie ab, wenngleich auf den allerletzten Seiten klar wird, dass sie langsam versteht, dass eine so extrem naive Weltansicht wie ihre unrealistisch ist. Dennoch bleibt Komachi optimistisch, stark und kämpferisch!
Zu den anderen Charakteren möchte ich ungern etwas sagen, weil ich Euch sonst den Lesespaß nehme. Außer eines: Enra ist auf den ersten Blick ein aggressiver, eingebildeter und sturer Charakter, der außer seinem Aussehen nichts Positives vorzuweisen hat. Mit der Zeit bekommt er jedoch mehr Tiefe, man lernt mehr über ihn und er auch über sich selbst. Sein tsundere Verhalten ist amüsant und manchmal will man ihn nur an den Schultern packen und kräftig durchschütteln!
Eine kleine Sache hat mich jedoch an dem Manga gestört. Manchmal geht die Geschichte zu schnell voran. Etwas mehr Zeit für einige Szenen und Entwicklungen wäre ganz nett gewesen. Es liegt wohl daran, dass der Manga nur 4 Bände hat. Über ein klein wenig mehr Ausführlichkeit hier und da würde ich mich nicht beschweren. Vor allem hätte es mich nicht gestört, wenn der Manga noch ein oder zwei Bände länger gewesen wäre.
Gut jedoch war, dass die Geschichte nicht unnötig in die Länge gezogen wurde und krampfhaft weiter gemacht wurde.

Jetzt kurz weg vom Inhalt und kurz etwas zu den anderen Dingen.
Z.B. der Zeichenstil: Er gefällt mir auch sehr gut, auch wenn recht oft wenig Wert auf detailreiche Hintergründe verzichtet wird. Vor allem die lustigen, übertriebenen Stellen wurden super rübergebracht und auch gefühlvolle Stellen sind nicht zu kitschig und süß gestaltet worden. Auch die Cover sind schön und kreativ gezeichnet und geben ab und an einen kleinen Vorgeschmack auf den Inhalt. Die kleine Minigeschichte nach dem Nachwort ist auch immer sehr knuffig und amüsant gezeichnet und bringt einen zum Schmunzeln.
Ein kleines Manko….Ab und an ist die Übersetzung ein wenig störend. Vor allem am Anfang bin ich ein paar Mal über den ein oder anderen Satz gestolpert. Dabei beziehe ich mich nur darauf, wenn geflucht wird. Das liegt, so glaube ich, aber eher an der Übersetzung, als am eigentlich Inhalt. Da trifft den Manga auch keine Schuld…

Fazit

Alles in allem würde ich sagen, ist „Zur Hölle mit Enra“ ein amüsanter, moralischer Kompass, mit dem richtigen Maß an Gefühl und interessanten Wendungen, um ein netter Zeitvertreib zu sein.
Man darf von einem 4 bändigen Manga nicht allzu viel erwarten, aber für den wenigen Platz ist die Geschichte unterhaltsam und gut rübergebracht!
Außerdem eignet es sich auch gut als Einsteiger-Manga, wie ich finde.
Vielleicht sind aber ältere Leser nicht ganz so begeistert davon, wie Teenager. Vielleicht. Wer weiß. 😀 Ich mochte den Manga auf jeden Fall und bereue nicht, es gekauft zu haben.

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